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Wie alles begann / Die Entstehung der sportboXX

Noch lange bevor ich wusste was Core und Functional Training bedeuteten, hat mein Trainer Dr. Edi Holzer unserer Trainingsgruppe gezeigt, was wir darunter zu verstehen haben. Als ich 2005 begann mit Edi’s Truppe zu trainieren, war mehrmals in der Woche ein intensives Aufwärmprogramm mit „Stabi“ Teil des Trainings. Am Anfang war ich oft schon vor dem eigentlichen Training streichfähig, dauerte das dynamische Aufwärmprogramm doch oft zwischen 60 und 90 Minuten und war äußerst intensiv.

Neben klassischen Übungen für Stabilisation und Kräftigung machten wir viel mit Medizinbällen, mit kleinen Gewichten und bauten diese auch regelmäßig in Lauf- und Koordinationsübungen ein. Fast alle Ausprägungen dieses Programms hatten den einen Zweck: Sie sorgten dafür, dass der Rumpf und die Körpermitte stabil blieben, auch wenn im Lauf und Sprint Arme und Beine ihr möglichstes taten um das zu verhindern. Ein stabiles Zentrum (engl. Core) ist essentiell in fast allen Sportarten um Höchstleistungen zu bringen und Verletzungen vorzubeugen. Auch wenn mir damals die Wichtigkeit dieser Übungen noch nicht bewusst war, so waren sie doch schon lange Teil des Trainings.

Als ich 2014 wieder nach Salzburg zog und im Training, zwar mit detailliertem Trainingsplan, wieder auf mich alleine gestellt war, fehlt auf einmal jemand, der 4x pro Woche am Sportplatz stand und eine Übung nach der anderen ansagte. Die eigene Kreativität war also gefragt. Oft war die Motivation dazu nicht ausreichend und ich zog die anderen Trainingsinhalte vor. Die harten Intervalleinheiten am Trainingsplan hatten es ja auch in sich, so dass das schlechte Gewissen auch wieder beruhigt war.

Kurz bevor die Wettkampfsaison wieder begann und wir zu Ostern noch auf ein 1-wöchiges Trainingslager fahren wollten hatte ich bei einer flotten Laufeinheit plötzlich starke Schmerzen im rechten Bein. Ich musste das Training abbrechen und war nicht einmal mehr in der Lage ein paar lockere Steigerungsläufe zu machen. Früher hatte ich ähnliche Probleme, die ich jedoch nach kurzer Trainingsentlastung und intensiver Blackroll-Behandlung immer wieder in den Griff bekommen habe. Das half dieses Mal alles nichts. Auch nach 1 Woche Pause zog das rechte Bein noch genauso wie am ersten Tag und strahlte bis übers Knie hinaus aus. Zum Glück bekam ich innerhalb weniger Tage einen MRT Termin und damit die ernüchternde Diagnose: Bandscheibenvorfall zwischen viertem und fünften Lendenwirbel. Für mich als Läufer bedeutete das wohl eine Zwangspause vom intensiven Training von mindestens 6 Monaten. Ein Alptraum für jemanden wie mich, der nach 2 Tagen ohne Bewegung schon unangenehm wird.

Neben Physiotherapie, Aquajoggen, Laufen mit Gewichtsentlastung und vielen Kilometern am Ergometer hatte ich also genug Zeit um mich mit Stabilisationstraining zu beschäftigen. Schließlich wollte ich alles daran setzen um schnellstmöglich wieder fit zu werden. Die Zeit, die ich vorher ins tägliche Training investiert hatte, verbrachte ich nun damit an meinem Comeback zu arbeiten.

Die vielen Übungen, die ich seit Jahren mit meinem Trainer gemacht hatte, kamen wie gerufen. Manch intensive lies ich weg, andere aus der Physiotherapie ergänzte ich. Obwohl ich mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt habe, hatte ich trotzdem Schwierigkeiten mich im Training an alle Übungen zu erinnern und nicht immer wieder die ein oder andere auszulassen. Zettel mit Übungsanleitungen mit ins Training zu nehmen war unpraktisch und auf Dauer auch keine Lösung. Deshalb begann ich damit, die Übungen auf kleine Kärtchen zu schreiben. Das funktionierte wunderbar. Außerdem konnte ich die Übungen beliebig mischen und so jedes mal eine willkommene Abwechslung ins Training bringen. Der erste Prototyp der sportboXX war geboren.

Über die nächsten Monate entstanden in zahllosen Trainingsstunden und in Zusammenarbeit mit Freundin und Hürdensprinterin Niki Tobolka sowie Physiotherapeut und Ex Triathlon Profi Hans Mühlbauer die 33 Übungen der sportboXX.

Daraus entstand ein praktisches Kartenset, das beim Training immer dabei ist und für die nötige Motivation, Abwechslung und Anleitung sorgt.